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Wir haben also eine abstrakte und nicht-figurative Linie (Welle), einen analogen Strom elektrischer Wellen, die wie ein Klangobjekt schwingen, und ein Dispositiv der Modulation (Fernsehen, Radio, Computer), das sich direkt an die analogen Ströme anschließt und Figuren, Worte, Klänge produziert. Die Modulation ist Modulation von Bewegungen, Strömen, Intensitäten, Schwingungen, Rhythmen einer Welt, die dem Menschen vorhergeht (einer Welt vor dem Bild, wie wir es wahrnehmen, einer Welt vor dem Klang, wie wir ihn hören, einer Welt vor dem Wort, wie wir es artikulieren). Es handelt sich um eine Welt der „reinen Erfahrung“, bevor sich Objekt und Subjekt herauskristallisieren. Eine nicht-„menschliche“ Welt, denn sie überschreitet unsere Fähigkeiten, diese Bewegungen, Intensitäten, Rhythmen wahrzunehmen. Im Video ist alles Bewegung, alles ist Zeit. Aber es sind „nicht-menschliche“ Bewegungen und Zeitlichkeiten. „Die Unterteilung in Linien und Raster sind nur Aufteilungen in der Zeit: Öffnungen und Schließungen von Zeitfenstern, die Perioden der Aktivität im Inneren des Elektronenstroms umgrenzen. Das Videobild ist also ein lebendiges und dynamisches Energiefeld, eine Schwingung, die allein deshalb als fest erscheint, weil sie unsere Fähigkeit übersteigt, dermaßen feine Zeitintervalle zu unterscheiden“ (Bill Viola).
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