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(Rossano, Bibliothek des erzbischöflichen Palastes) erhalten; die Gruppe von Juden und Aposteln, die Christus zum Bestaunen des Wunders begleitet, kann dabei mehr oder weniger zahlreich sein. Seit dem 6. Jahrhundert wird es immer eine Gestalt geben, welche die Hand vor Nase oder Mund hält. Im 11. Jahrhundert setzt sich eine neue Formel durch, welche die wesentlichen Bestandteile für das Bild in der gotischen Epoche beisteuern wird: die Öffnung des Sarkophags und die Anstrengungen des Auferweckten, selbst aus dem Grab zu steigen, weist ikonographische Parallelen zur Auferstehung der Toten auf dem Bild vom Jüngsten Gericht auf. Lazarus ruht in einem Steingrab; im Gegensatz zu früheren Werken erhebt sich der in ein Schweißtuch gehüllte Oberkörper ganz leicht. Auf den Bronzereliefs der Hildesheimer Christussäule wird Lazarus zum Zeitpunkt der Auferweckung dargestellt. Dabei erhebt er sich nackt aus dem Sarg, schaut Christus an und antwortet auf seinen Ruf mit der Gebärde der zum Gebet gefalteten Hände. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhundert griffen die flämischen Maler dieses Thema erneut auf. Neben dem Sarg, in dem sich der auferweckte Mann aufrichtet, wurde es immer häufiger, eine Grube darzustellen und Lazarus setzt sich sowohl auf die Öffnung als auch auf den Stein.
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