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Obwohl sich das Augenmerk der Konsumenten in erster Linie auf die Etikettierung einer Gerätebatterie richtet, entscheiden ihr Innenleben und die beiden Pole über die Produktqualität. Die elektrische 100-Prozent-Prüfung auf offene und Null-Spannung sowie auf belastete Spannung gehört seit Jahren zum Standard. Anders die optische Prüfung. Bis zur Einführung industrieller Bildverarbeitungssysteme, lag das Erkennen möglicher mechanischer Defekte in der Verantwortung des menschlichen Auges. Im Jahr 2010 lösten dann erste 2D-Kamerasysteme die chargenweise Aufsichtprüfung durch Mitarbeiter ab. Die 2D-Systeme waren zwar in der Lage, Qualitätsmängel durch Verschmutzungen und mechanische Deformationen, zu erkennen, doch gerade die neu gewonnene Prüfpräzision rief ein neues Problem ins Leben. Der Anteil des Pseudo-Auswurfs der als fehlerhaft deklarierten Gutteile fiel mit 8 bis 10 Prozent deutlich zu hoch aus. Bereits kleinste Verschmutzungen, die weder Performance noch Optik der Batterie beeinträchtigten, bewerteten die 2D-Systeme als Mängel. Deutliche Grenzen setzten ihnen die anspruchsvollen Reliefe der Batteriepole und die damit verbundene Vielfalt auftretender Reflexionen.
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