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Polens Premier Donald Tusk hat zum Jahreswechsel eine Rentenreform für April angekündigt. Sie soll die Beiträge so umschichten, dass die Arbeitnehmer einen Teil ihres Lohns, den sie bisher für ihre eigene Rente als Kapitalanlage in die staatlich organisierten Fonds OFE gezahlt haben, den Rentnern zur Verfügung stellen. Die Onlineausgabe des Nachrichtenmagazins Wprost kritisiert die Pläne: "Bei der Suche nach Quellen, um die wachsende öffentliche Verschuldung zu finanzieren, hat sich die Regierung für ein doppeltes Spiel entschieden: Den einen Teil des Konflikts symbolisieren die Finanzdienstleister, die die offenen Rentenfonds OFE verwalten und hinter denen eine mächtige politische Lobby steht. Sie akzeptieren keine Verluste für sich. Der zweite Teil ist die polnische Gesellschaft. Die Beiträge, die die Polen für eine bessere Zukunft hinterlegt haben, waren nämlich bisher die wichtigste Quelle für ihre Rente. Die Vertreter der OFE werden das mit Sicherheit nicht zulassen. Sie werden versuchen, neue Möglichkeiten herauszuschlagen für den Ausgleich ihrer Verluste, die durch die Verringerung der Beiträge entstehen."
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