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J.H.: Auch andere Bereiche der Biomedizin finde ich spannend. Die Biobank in Luxemburg erfasst und katalogisiert menschliches Gewebe. Forscher können diese Proben nutzen, um nach Gewebemarkern zu suchen – Proteine die als Indikator für die Entwicklung einer Krankheit dienen könnten. Forscher können z.B. Krebsgewebe untersuchen und sich parallel dazu Urinproben anschauen. Wenn es gelingt, darin die Marker des Krebsgewebes wiederzufinden, könnte man nicht-invasiv, also ohne in den Körper einzudringen, Krebstypen identifizieren. Das wäre dann zwar eine medizinische Fragestellung. Sie unterscheidet sich aber kaum von dem, was ich momentan mache. Denn in meiner Doktorarbeit geht es auch darum, ein Protein zu identifizieren und seine Eigenschaften zu beschreiben.
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